50 Jahre Arche-Gemeinde

 
Ein Jahr lang haben wir als Arche-Gemeinde unser 50. Jubiläum gefeiert, quasi „Goldene Hochzeit“: 50 Jahre konfessionsverbindende Ehe zwischen der katholischen Franziskus- und der evangelischen Stephanusgemeinde, wie es Dekan Thomas Hafner und Dekanin Christiane Glöckner-Lang beim Jubiläumsgottesdienst am 3. Advent formuliert hatten. Dankbar können wir auf die vergangenen Monate zurückblicken:
 
auf die Fotoausstellung zu 50 Jahren Arche-Gemeinde.
auf einen Erntedankgottesdienst, bei dem wir auch „Arche-Dank“ gefeiert haben.
auf Austausch und Begegnung beim Erzählnachmittag mit den Gründerpfarrern Rudolf Atsma und Erwin Seifried.
auf meditative Momente beim Lichterlabyrinth im November.
auf die große Wertschätzung aus Stadt, Nachbarschaft und Politik, die wir als Gemeinde beim Jubiläumsgottesdienst erfahren haben.
auf theologischen und geistlichen Austausch im Rahmen unserer Gesprächsabende zu „1700 Jahre Glaubensbekenntnis von Nicäa“.
auf die Neugestaltung des Kreuzes im Franziskusraum durch den Künstler Frank Reinecke.
auf ein beschwingtes Musikfest mit acht Stunden Musik nonstop in der Arche.
auf Ermutigung und Horizontweitung beim Festvortrag von Heinrich Bedford-Strohm.
auf das fröhliche Sommerhock-Fest Ende Juli.
auf so viel mehr, was dieses Jahr besonders gemacht hat: die Gestaltung der neuen Homepage, das Weihnachtsliedersingen, der Kaminabend „Franz und Stephan“, Taizé-Gottesdienst, musikalische Complet, Cinema Don Camillo mit alten Arche-Filmen…
 
Danke allen, die dieses Jubiläumsjahr durch ihr Engagement ermöglicht haben!
Beim Jubiläumsgottesdienst haben wir symbolisch das „Geschenk der Ökumene“ ausgepackt, das nur aus nur zwei Sätzen bestand: „Das Geschenk der Ökumene sind Menschen, die sich nach der Gemeinschaft mit anderen Christinnen und Christen sehnen und sagen: Wir wollen nicht mehr Kirche sein ohne euch.“ Diesen Satz – „Wir wollen nicht mehr Kirche sein ohne euch“ – haben wir in einem Gemeinsamen Text der beiden Kirchen aus dem Jahr 2024 entdeckt. Er bringt den Kern dessen zum Ausdruck, wie wir uns auch als Arche-Gemeinde verstehen: nämlich als eine Gemeinde, die ihren Weg auch in Zukunft weitergehen möchte: miteinander und mitten in Welt, trotz aller Veränderungen in Gesellschaft und Kirche, die uns begleiten.
 
Rudolf Atsma hat uns zum Arche-Jubiläum ein Geburtstagsgeschenk gemacht: Einen neuen Führer durch den "Kunstraum Arche" - mit vielen Infos zur Baugeschichte, zur Architektur der Arche und zu den Kunstwerken in der Arche.
Sie finden hier eine digitale Version - und im Foyer der Arche können sie sich gegen eine Spende eine gedruckte Version mitnehmen. Wir sind dankbar, dass Rudolf Atsma den Erlös der geplanten Umgestaltung des Altar-Ensembles im Franziskusraum zur Verfügung stellt.
 

Erntedank 2024 als Arche-Dank

Im Erntedankgottesdienst 2024 haben wir auch "Arche-Dank" gefeiert und die Gottesdienstgemeinde gebeten: Erzählt uns davon und schreibt wofür ihr in der Arche-Gemeinde dankbar seid? Das Ergebnis sind zwei Danke-Mauern in beiden Kirchenräumen mit sehr berührenden Worte des Dankes. Hier ein Eindruck davon:
 
DANKE …
Für die Jugendgruppe zu meiner Firmung. Ich bin einfach nur froh, daß es die Arche für mich gibt. Dass unsere Kinder im freien, offenen und fröhlichen Geist der Arche aufwachsen duften. Für Karfreitags- und Ostergottesdienste. Die Arche ist ein offenes Haus für Aktivitäten. Für gelebte Ökumene. Dass die Arche für viele von uns ein echtes lebendiges Zuhause bietet, an dem viele mitbauen. Für die Aufgeschlossenheit für neue Ideen. Für den Reichtum an Musik, für die schönen Konzerte. Dass Ökumene sein darf und praktiziert wird. Dass jeder das Gefühl bekommt Teil der Gemeinde zu sein. Für Taufe und Konfirmation unserer Kinder. Für den toleranten, oft liebevollen Umgang der „Arche-Menschen“ mit anderen. Für die Vielfalt der Begegnung von Mensch zu Mensch. Für den barrierefreien Zugang in der Arche – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Für viele fröhliche und traurige Feste. Für Menschen, die mich und meine Familie begleitet haben. Für die Freimütigkeit in Rede und Predigt. Danke für die Unterstützung und das Verständnis in schwierigen Phasen. Für viel Freiheit im Glauben. Für meine erste Kinderfreizeit. Für die Musik, die erklingt, gespielt und gesungen wird. Für das Angenommen-Sein. Für die gemeinsamen Theaterprojekte „Kleine Bühne“. Die Jahres des gemeinsamen Vorbereitens des Kindergottesdienstes. Für Gemeinschaft, Offenheit, Freiheit. Für Hoffnung auf Miteinander zweier Konfessionen. Familiäre Atmosphäre. Für Freundlichkeit und viel Lachen. Für Gottesdienste, die Lebendigkeit und Wärme ausstrahlen. Für die Erinnerung an eine Zeit in der Arche, in der Eucharistie und Abendmahl gemeinsam im Gottesdienst gefeiert wurden. Für die wunderbar verbindende Architektur. Für den Mut unkonventionelle Gedanken auszusprechen, neue Wege zu gehen. Für eine wundervolle Hochzeit. Offener Geist. Dass ich mich hier immer wieder so angesprochen fühle, daß es mich bewegt und ich nicht Reißausgenommen habe, trotz allem Bedrückenden in der Kirche. Ich freue mich, dass die Arche immer noch ökumenisch lebt. Für die Offenheit mit der kleinen Kindern im Gottesdienst begegnet wird. Für Krabbelgruppe und Kleine Kirche. Für intensive Begegnungen, aus denen Freundschaften wachsen im Lauf der Zeit. Dass es den Arche-Chor gibt. Für das schöne Gebäude. Für die gelebte Ökumene – auch gegen Widerstände. Für alle die Menschen, die sich der Arche engagieren. Für die goldene Maria. Für die sehr gute Kirchenmusik. Für das Gemeinschafts-Erleben am Sonntag. Hier finde ich die Freiheit der Kinder Gottes! Dass mir die Arche geholfen hat in Neckargemünd heimisch zu werden. Für die ökumenischen Gottesdienste. Für die lebendigen Krippenspiele. Dass ich am Sonntag mit anderen Menschen zusammen bin. Für die Vielfalt der Zugänge. Begegnungen unter Gottes Wort. Für das Arche-Heimat-Gefühl. Für die Taufe unserer Tochter. Danke für einen Ort gemeinsamer Hoffnung. Für die spirituelle Heimat, für die Ermutigung, dass Kirche lebt und Zukunft hat. Für Filmabende. Für den Sing- und Gesprächskreis. Für den freien Geist – Licht und Freude. Für die Erfahrung der Ökumene, die ich nicht mehr missen möchte. Für die Vielfalt der Menschen, die unter dem Dach der Arche Platz hatten und hier viel Lebenskraft einsetzten. Für einen Ort der Begegnung, Toleranz und Vielfalt. Für Männer-Spiritualität. Für Öku-Rats-Wochenenden. Für tröstende Momente. Für die liebevolle Vorbereitung der Gottesdienste. Für Ostern und Weihnachten. Dass es hier so schön ist und so schöne Dinge passieren. Für Seindürfen wie ich bin. Ich finde es gut, dass es den ökumenischen Gottesdienst gibt. Für die herrlichen Räume – voller Geist, Leben, Wärme, Stille. Für eine kirchliche Heimat. Dass die Arche einen Raum der Begegnung und Gemeinschaft bietet. Als ich vor 32 Jahren nach Neckargemünd zog, war die Arche wie ein Segen für uns, denn wir leben in einer ökumenischen Ehe. Für die Erfahrung, dass wir füreinander da sein können. Für den Bibelgesprächskreis. Für Kossi. Posaunespielen gelernt bei Peter Menge. Meinen Mann beim ökumenischen Mittagessen kennengelernt. Für die Farben der Fenster.