Einfachheit – Vertrauen – Ehrfurcht

- 23.10.2026 - 

Rückblick auf die Schöpfungszeit und das Franziskusjubiläum

Ökumenische Schöpfungszeit und das Gedenken an den 800. Todestag des Franz von Assisi haben wir in diesem Herbst gefeiert:
Anfang September zunächst die Liturgie zum „Tag der Schöpfung“. Gerne haben wir in diesem Jahr den Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen aufgegriffen, dabei in Anlehnung an einen orthodoxen Ritus Brot, Traubensaft und Öl miteinander zu teilen – gedeutet als ein Zeichen der Stärkung bei unseren Anstrengungen zur Bewahrung der Schöpfung.
Unter der Woche war eine Gruppe aus unserer Gemeinde bei einem spirituellen Abendspaziergang im Neckargemünder Wald unterwegs – mit offenen Sinnen beim Erleben der Schöpfung, die in diesem Spätsommer besonders von Dürre und Trockenheit geprägt war.
Am 20. September feierten wir einen ökumenischen Familiengottesdienst, bei dem wir die Lebensgeschichte von Franz von Assisi mit Hilfe eines Bilderbuchkinos gerecht erzählt haben. Lobpreis und Bitten wurden auf bunte Vögel notiert und an die Wände der Arche geheftet – Franz ging seinen Weg im Vertrauen auf Gott ähnlich wie Jesus es bei Matthäus über die Vögel sagt: „Sie säen nicht, sie ernten nicht – aber ihr himmlischer Vater sorgt für sie.“ Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem Einzel- oder Familiensegen eingeladen.
Am 1. Oktober beschenkte der Historiker Dr. Arnold Bühler uns dann mit einem Vortrag über Franz von Assisi, der so manche Franziskus-Legende auch kritisch unter die Lupe nahm – aber auch deutlich machte, was für eine Faszination zu seiner Zeit von Franziskus ausging.
Und dann am 4. Oktober – dem Gedenktag von Franziskus – der ökumenische Festgottesdienst, mit einem Revival der Arche-Band „Poverello“ und anschließendem gemeinsamen Mittagessen. Einfachheit – Vertrauen – Ehrfurcht waren drei Stichworte, um den historischen Franziskus mit unserer Zeit in Berührung zu bringen.
Abgerundet wurde diese „Festzeit“ mit einem Vortrags- und Gesprächsnachmittag mit Bruder Franz Leo Barden vom Franziskanerkloster Mannheim, mit dem wir darüber nachdachten, was franziskanische Spiritualität heute bedeuten kann – ein Aspekt: Franziskus begegnete allen Menschen mit Ehrfurcht und ließ sich dabei auch nicht von der politischen Propaganda seiner Zeit z.B. gegenüber Muslimen beeindrucken: Diese Haltung ist auch heute wichtig und anschlussfähig! Manch eine*r aus der Arche-Gemeinde zog nach diesen Tagen das Resümee: Nun ist mir Franziskus, neben Stephanus einer unserer Namenspatrone, wieder näher gekommen. Sein Weg inspiriert und fordert neu zum Nachdenken und Mitgehen auf!
Tobias Bartole, Pastoralreferent